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Das Training für die Sinne Wege zur Förderung der Gehirngesundheit

NeuroKinetik®

NeuroKinetik®

Fakten sind, dass 60 % der Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen Konzentrations- und Aufmerksamkeitsprobleme haben (IFT-Nord/DAK 2024). Etwa jedes dritte Kind in Deutschland leidet im Laufe der Grundschulzeit unter deutlichen Lernschwierigkeiten. Bei 16-17 % wird die Diagnose „Lernstörung“ gestellt (Bundesministerium für Bildung und Forschung 2025). Ca. 66 % der Grundschulkinder haben Gleichgewichtsstörungen (Berichte Gesundheitsämter 2024). In Deutschland leiden mehr als 1,8 Millionen Menschen an einer Demenz (Deutsche Alzheimer-Gesellschaft).

Sitzen macht krank: von 2008 bis 2023 stieg der Anteil der 6–8jährigen, die unter einer diagnostizierten motorischen Entwicklungsstörung leiden, um rund 64 % (KKH). 80 % der Kinder und Jugendlichen bewegen sich nicht ausreichend (WHO).

Was ist NeuroKinetik®?

NeuroKinetik® ist das ganzheitliche Gehirntraining. Ziel des Trainings ist die Förderung der individuellen Hirnleistungsfähigkeit und der kognitiven Gesundheit durch Aus- und Neubildung neuronaler Netzwerke (Neuroplastizität). Das geschieht insbesondere durch motivierende, herausfordernde, komplexe Bewegungsübungen, die sowohl motorische Kompetenzen als auch das Sinnessystem umfassend trainieren. Kinder und Jugendliche profitieren vor allem im Bereich der kognitiven, personalen und psychosozialen Basiskompetenzen.

 

 

Visuelles System

Bis zu 90% unserer Informationen (sensorischer Input) werden durch die Augen aufgenommen. „Sehen“ findet aber im Gehirn statt, wobei 34 Hirnareale beteiligt sind.

Unabdingbare Voraussetzung für visuelle Erfahrungen

  • Aufrechte Kopfhaltung; Bewegung.

 Periphere Wahrnehmung

  • Bildet den Rahmen innerhalb dessen alle übrigen visuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie unsere Bewegung stattfinden und ist eine entscheidende Komponente für die Vorhersagbarkeit einer Situation

Augenmotorik

  • Ist Voraussetzung für das Abtasten bzw. Verfolgen eines Objektes mit dem Auge Beidäugiges Sehen Räumliche Wahrnehmung als Voraussetzung zur Orientierung in der Umwelt

Ganzheitliche Wahrnehmung

  • Sehen als Gehirnleistung: unser Gehirn speichert nicht nur Sinnesinformationen, sondern auch die Abläufe der Verarbeitung. Wir lernen, gewisse Dinge auf eine bestimmte Art und Weise zu sehen, dies beeinflusst zukünftige Wahrnehmungen.

 

 

Vestibuläres System

Reguliert die Steuerung der Augen (Blickmotorik), ermöglicht Orientierung und geordnete Körperhaltungen und Bewegungen und ist somit wichtig für die Wahrnehmung von Position und Bewegung des eigenen Körpers im Raum.

Das Vestibularorgan (Gleichgewichtsorgan) liegt im Innenohr und besteht aus den Bogengängen (für Drehbeschleunigung), den Otolithen Organen (geradlinige Beschleunigung) und dem Gleichgewichtsnerv als Verbindung zum Kleinhirn.

Das vestibuläre System kooperiert mit dem visuellen System und den Sensoren aus Muskeln, Sehnen und Gelenken (Propriozeptoren): Sie sind zugleich Quelle als auch Adressat der Informationen über die Position des Körpers im Raum.

 

 

Propriozeptives System

„Eigenwahrnehmung / Tiefensensibilität“: Lage- und Bewegungsempfindung ohne visuelle Kontrolle

Über die Mechanorezeptoren der Sehnen, Muskeln und Gelenke werden propriozeptive Reize zum Gehirn geleitet, das wiederum über den Spannungszustand der Muskeln und die Gelenkwinkelstellungen informiert:

  •  Stellungssinn: verschiedene Gelenkstellungen einnehmen bzw. wahrnehmen
  • Bewegungssinn: Wahrnehmung der Richtung und Geschwindigkeit von Bewegung
  • Kraftsinn: Dosierung der Muskelkraft oder das Konstant halten der Kraft
  • Spannungssinn: Regulierung der Muskelspannung (Anspannung und Entspannung)

 Aus diesem Input erstellt das Gehirn ein dynamisches dreidimensionales Bild unserer Bewegung. In diesen Bezugsrahmen müssen visuelle und vestibuläre Informationen integriert werden. Die propriozeptive Wahrnehmung entwickelt sich schon im Mutterleib.

 

Trainingsmethodik NeuroKinetik®

  1. Erlernen der Basisübung, die für alle Teilnehmenden durchführbar sein muss
  2. Möglichst multisensorische Übungsdurchführung (zur sensorischen Integration)
  3. Erhöhung der Verarbeitungstiefe durch Steigerung bzw. Variation der Basisübung:
    - Codierung der Bewegungen durch Zuordnung von Zahlen, Farben, Begriffen etc.
    - Priorisierung eines Sinneskanals (z.B. auditiv, visuell)
    - Monokulare Durchführung der Übungen zur Schulung des visuellen Systems
    - Durchführung der Übungen mit Kopf- und/oder Augenbewegungen
    - Durchführung der Übungen im labilen Gleichgewicht

 Trainingsumfang

Der Trainingszyklus soll ca. 10-12 Wochen dauern.

 

Das Ergebnis des Gehirntrainings

 Unter anderem wird das positive Glückshormon Dopamin ausgeschüttet und auch das Nervenwachstum angeregt.

  

 

 

 

Fazit

NeuroKinetik® ist ein ganzheitliches, bewegungsorientiertes Gehirntraining, das komplexe körperliche Übungen mit kognitiven Aufgaben verbindet. Es zielt darauf ab, durch Neuroplastizität die Hirnleistung zu steigern, Konzentration und Koordination zu verbessern sowie neuronale Netzwerke zu aktivieren. Die Methode ist für alle Altersgruppen zur Förderung der geistigen Flexibilität geeignet. NeuroKinetik® eignet sich im Übrigen bei älteren Menschen hervorragend zur Demenzprävention und auch für Hochleistungssportler zur besseren Muskelaktivität.

Wenn Du also Prävention der geistigen Flexibilität und Abbau von Stress, Verbesserung der Konzentration in der Schule oder etwas für Deine Gesundheit, Verbesserung der Koordination und des Gleichgewichts tun möchtest, ist NeuroKinetik® genau das Richtige für Dich. Du kannst Trainingseinheiten gerne bei mir buchen.

 

 

 

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